Anfang 2020 wurde Dating über Nacht kompliziert. Treffen verboten, Abstand halten, Maske tragen, Kontakte begrenzen. Wer damals eine Dating-Plattform geöffnet hat, las sich durch Hinweise zu Hygieneregeln und Treffen im Freien statt in Innenräumen. Das klingt heute wie eine andere Zeit. Dating und corona regeln sind im Jahr 2026 kein gültiges Thema mehr in dem Sinne, dass es aktive gesetzliche Beschränkungen für private Treffen gibt. Es gibt keine. Dieser Artikel erklärt, was sich verändert hat, was von der Pandemie im Dating-Kontext geblieben ist und was heute noch sinnvoll ist.

Alle staatlichen COVID-19-Schutzmaßnahmen in Deutschland sind seit dem Auslaufen des Infektionsschutzgesetzes in seiner pandemischen Fassung zum 7. April 2023 entfallen. Es gibt keine Maskenpflicht, keine Abstandsregeln, keine Personenbeschränkungen für private oder öffentliche Treffen. Für Dating gibt es 2026 keinerlei rechtliche Einschränkungen aufgrund von Corona.

Was während der Pandemie für das Dating galt

Um den Kontext zu verstehen, lohnt ein kurzer Rückblick. Von März 2020 bis in das Jahr 2022 galten in Deutschland verschiedene, sich verändernde Regelungen, die private Kontakte massiv einschränkten. Die Phasen lassen sich grob in vier Abschnitte teilen:

Frühling 2020: Vollständige Kontaktbeschränkungen. Private Treffen außerhalb des eigenen Haushalts waren in vielen Bundesländern auf einen Haushalt plus eine Einzelperson beschränkt oder vollständig verboten. Dating in der Form, sich mit jemandem zu treffen, den man kaum oder gar nicht kannte, war schlicht illegal. Restaurants und Bars waren geschlossen.

2020 bis 2021: Wechsel zwischen Lockdowns und Lockerungen. Kontaktbeschränkungen wurden je nach Inzidenz verschärft und gelockert. Die Unsicherheit war dauerhaft. Dating fand zunehmend über Videocalls und durch Spaziergänge draußen statt. Laut einer Umfrage von Lovoo aus 2021 verlegten 62 Prozent der aktiven Dating-App-Nutzer ihre ersten Kontakte vollständig in digitale Formate.

2022: Impfung, 2G und 3G. Für den Zutritt zu Restaurants und Veranstaltungsorten galten zeitweise 2G-Regeln (geimpft oder genesen). Wer nicht geimpft war, konnte seinen Date-Partner nicht in einem Restaurant treffen. Das war für die Dating-Welt eine praktische Einschränkung, die bis weit in den Herbst 2022 hinein nachwirkte.

Ab 2023: Vollständige Rückkehr zur Normalität. Mit dem Auslaufen der gesetzlichen Grundlagen für Schutzmaßnahmen Ende März 2023 fielen alle verbindlichen Corona-Regeln. Was blieb, war eine freiwillige Hygienesensibilisierung und einige betriebliche Schutzkonzepte in Gesundheitseinrichtungen.

Was von der Pandemie im Dating-Kontext geblieben ist

Die Pandemie hat das Dating nachhaltig verändert, auch wenn das heute nicht mehr in gesetzlichen Regeln sichtbar ist.

Videodates als Standard-Option. Vor 2020 war ein Videodate eine Ausnahme. Heute ist es für viele Nutzerinnen und Nutzer eine selbstverständliche Stufe im Dating-Prozess: erst ein kurzes Videogespräch, dann ein erstes reales Treffen. Das erhöht die Sicherheit und senkt die Hürde für den ersten Kontakt. Wir bei Ohlala sehen diese Entwicklung positiv, weil sie authentischere erste Eindrücke ermöglicht, als es ein Profilfoto allein kann.

Höhere Hygienestandards beim Erkältungssymptomus. Viele Menschen gehen heute mit einer Erkältung seltener auf Dates als vor der Pandemie. Das ist kein Corona-Regelwerk, sondern eine veränderte soziale Norm. Wer hustet und schnieft, sagt ein Date eher ab, als das früher üblich war. Das ist kein Nachteil.

Mehr Achtsamkeit beim Thema Körperkontakt. Handschütteln ist in Deutschland als Begrüßungsgeste auf einem Niveau geblieben, das vor der Pandemie undenkbar gewesen wäre. Auch beim ersten Date ist ein kurzes Nicht-Berühren keine Unhöflichkeit mehr, sondern kann sogar als respektvolle Geste wahrgenommen werden.

Hygienebewusstsein beim Dating: Was heute sinnvoll ist

Ohne gesetzliche Vorschriften bleibt die Frage: Was ist heute noch vernünftig? Die Antwort ist pragmatisch.

Krank = Absagen. Wer krank ist, ob mit Corona, Grippe, Erkältung oder anderem, sollte ein Date verschieben. Das war schon vor Corona die ethisch korrekte Handlung, wird aber heute deutlich häufiger und leichter kommuniziert. Eine kurze Nachricht "Ich bin krank, können wir verschieben?" wird nicht als Absage, sondern als Zeichen von Rücksichtnahme wahrgenommen.

Selbsttests existieren noch. Apotheken verkaufen nach wie vor COVID-19-Schnelltests. Wer unsicher ist, ob die Symptome eine einfache Erkältung oder etwas anderes sind, kann testen. Das ist keine gesetzliche Pflicht, aber eine Option.

Eigene Risikoeinschätzung beachten. Menschen mit Vorerkrankungen oder immungeschwächten Angehörigen haben möglicherweise ein höheres Schutzbedürfnis. Das ist eine individuelle Entscheidung, keine gesellschaftliche Regel.

Wie sich Dating-Plattformen während und nach Corona verändert haben

Dating-Apps haben während der Pandemie enorm an Nutzerzahlen gewonnen. Laut Statista stieg die Zahl der Nutzer von Dating-Apps in Deutschland von 2019 bis 2022 um rund 35 Prozent. Die erzwungene Digitalisierung sozialer Kontakte hat dem Markt langfristig Auftrieb gegeben.

Gleichzeitig hat sich die Art der Nutzung verändert. Nutzerinnen und Nutzer sind selektiver geworden. Wer 2020 und 2021 keine Möglichkeit hatte, spontan auf ein Date zu gehen, hat gelernt, besser vorzuqualifizieren, welche Treffen wirklich lohnen. Das hat die durchschnittliche Qualität von Verabredungen, die aus App-Kontakten entstehen, nach oben bewegt. (ElitePartner Studie, 2023)

Wir bei Ohlala haben in dieser Zeit gesehen, dass der Anteil der Nutzerinnen und Nutzer, die ein Videogespräch vor dem ersten realen Treffen nutzen, erheblich gestiegen ist und seitdem auf diesem höheren Niveau geblieben ist. Das ist eine strukturelle Verbesserung für die Sicherheit aller Beteiligten.

Sicherheit beim Dating 2026: Was über Corona hinaus gilt

Sicherheit beim Dating ist 2026 kein Corona-Thema, sondern ein allgemeines Thema. Dazu gehören die Wahl sicherer Treffpunkte, das Vertrauen in die Plattform, mit der man arbeitet, und das Verhalten bei unangenehmen Situationen.

Die Pandemie hat das Bewusstsein für das eigene körperliche Wohlbefinden und das Recht, Grenzen zu setzen, insgesamt gestärkt. Dass man ein Date aus gesundheitlichen Gründen absagen darf, ist heute klarer kommunizierbar als vor 2020. Dieses Prinzip lässt sich auf alle Situationen ausweiten, in denen ein Treffen nicht sicher oder nicht gewünscht ist.

Alle Details zu Sicherheitspraktiken beim bezahlten Dating erklärt unser Artikel zu Sicherheit beim bezahlten Dating. Den rechtlichen Rahmen für bezahltes Dating generell fasst unser Artikel zur Legalität von bezahltem Dating zusammen.

Was Dating-Interessierte nach der Pandemie anders machen

Eine Untersuchung von YouGov Deutschland aus 2024 zeigt interessante Verschiebungen im Dating-Verhalten nach der Pandemie:

  • 48 Prozent gaben an, bei der Wahl eines Date-Partners mehr auf geteilte Werte und weniger auf äußere Merkmale zu achten als vor der Pandemie.
  • 37 Prozent nutzen öfter Videogespräche vor dem ersten Treffen.
  • 29 Prozent sagen Dates heute häufiger ab, wenn sie sich nicht wohl fühlen, ohne sich dafür zu entschuldigen.
  • 22 Prozent priorisieren Treffen in Außenbereichen häufiger als vor 2020.

Diese Zahlen zeigen: Die Pandemie hat Verhaltensweisen verändert, die unabhängig von gesetzlichen Regeln dauerhaft bestehen bleiben. Das ist keine Einschränkung, sondern in vielen Fällen eine Verbesserung.

Reisen und Auslandsdates: Was 2026 gilt

Für alle, die Dates über Ländergrenzen hinweg planen oder auf Reisen Dating-Apps nutzen, gilt: Es gibt für Deutschland weder Einreisebeschränkungen aufgrund von COVID-19 noch Testpflichten für Einreisende. Das Auswärtige Amt veröffentlicht aktuelle Reisehinweise, die bei konkreten Reisen konsultiert werden sollten, aber COVID-spezifische Einschränkungen spielen 2026 keine Rolle mehr.

Einige Länder außerhalb der EU hatten bis in das Jahr 2024 hinein noch punktuelle COVID-Einreiseanforderungen. Das ist heute die Ausnahme. Wer ein internationales Date plant, prüft am besten die aktuellen Einreisebedingungen des jeweiligen Landes direkt beim Auswärtigen Amt oder auf der Website der Botschaft.

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Gibt es noch Corona-Regeln beim Dating in Deutschland?

Nein. Alle gesetzlichen Corona-Schutzmaßnahmen in Deutschland sind seit dem 7. April 2023 vollständig entfallen. Es gibt keine Kontaktbeschränkungen, keine Maskenpflicht, keine Abstands- oder Hygieneregeln für private Treffen. Dating ist 2026 ohne jede COVID-bedingte Einschränkung möglich.

Sollte ich trotzdem einen Corona-Test machen, bevor ich mich treffe?

Das ist eine persönliche Entscheidung. Wenn du Erkältungssymptome hast oder nach einem bestätigten Kontakt mit einer infizierten Person unsicher bist, ist ein Test sinnvoll. Eine gesellschaftliche oder rechtliche Pflicht dazu gibt es nicht mehr. Lass uns ehrlich sein: Krank auf ein Date gehen ist unabhängig von Corona keine gute Idee, egal welches Virus gerade umläuft.

Hat sich Dating durch Corona dauerhaft verändert?

Ja, in bestimmten Aspekten. Videodates vor dem ersten realen Treffen sind zur Norm geworden. Das Absagen von Dates bei Krankheit ist selbstverständlicher geworden. Nutzerinnen und Nutzer sind beim Vorqualifizieren von Treffen selektiver. Diese Veränderungen sind überwiegend positiv und werden dauerhaft bestehen bleiben.

Was machen Dating-Plattformen wie Ohlala heute anders als vor der Pandemie?

Wir bei Ohlala haben die Möglichkeit von Videogesprächen als Schritt vor dem ersten realen Treffen gestärkt. Die Plattform unterstützt eine Kommunikation, die authentischere erste Eindrücke ermöglicht und die Sicherheit für alle Beteiligten erhöht. Das ist kein Corona-Erbe, das bald wieder wegfällt, sondern ein fester Bestandteil dessen, wie modernes Dating funktioniert.

Muss ich bei Bezahl-Dates besondere Hygienevorkehrungen treffen?

Keine, die über normales soziales Verhalten hinausgehen. Krank bist du, sagst du ab. Du fühlst dich unwohl mit dem Treffpunkt, du schlägst einen anderen vor. Das sind keine Corona-Regeln, sondern Grundprinzipien sicherer und respektvoller Begegnungen.

Was, wenn mein Date krank ist, aber dennoch erscheint?

Du hast jedes Recht, das Treffen abzubrechen oder zu verschieben. Das war vor der Pandemie schwieriger zu kommunizieren als heute. Eine kurze, direkte Ansage ist vollkommen legitim: "Ich merke, dass du nicht gesund bist. Lass uns das verschieben." Niemand, der Respekt verdient, wird das nicht akzeptieren.


Das Kapitel der gesetzlichen dating und corona regeln ist abgeschlossen. Was bleibt, ist ein verbessertes Bewusstsein für Hygiene, mehr Raum für Videogespräche vor dem Treffen und eine gesündere Norm rund um das Absagen bei Krankheit. Das ist kein Schaden. Wir bei Ohlala sehen die post-pandemische Dating-Kultur als eine, in der Eigenverantwortung und gegenseitiger Respekt stärker im Vordergrund stehen als vorher. Wer sicher und gut informiert daten möchte, findet in unserem Artikel zu Sicherheit beim bezahlten Dating alle relevanten Hinweise. Und wer den rechtlichen Rahmen für bezahltes Dating kennenlernen möchte, startet am besten mit unserem Überblick zur Legalität von bezahltem Dating.