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Blog1. Juni 2026· 5 min read· by Jan

Mätresse, Definition, Bedeutung & moderne Form

Mätresse, Definition, Bedeutung & moderne Form

Mätresse bezeichnet historisch eine Frau, die mit einem (meist verheirateten) Mann von höherem sozialem Stand eine langfristige, finanziell und materiell gestützte Liebesbeziehung außerhalb seiner Ehe unterhält. Der Begriff stammt aus dem Französischen (maîtresse: Herrin) und ist im modernen deutschen Sprachgebrauch überwiegend literarisch oder historisch konnotiert.

Wir bei Ohlala sehen den Begriff vor allem in zwei Kontexten: in historischer Bedeutung (Hofgeschichte, Adel, gesellschaftliche Studien) und als Sammelbegriff für moderne Entsprechungen, die heute mit anderen Wörtern beschrieben werden, etwa Sugar Baby, Affäre oder Geliebte. Die soziale Dynamik bleibt ähnlich, das Vokabular hat sich verändert.

Mätresse, Definition im engeren Sinn

Eine Mätresse ist eine Frau, die mit einem Mann eine langfristige, oft halb-öffentliche Liebesbeziehung führt, die mit finanzieller und materieller Versorgung verbunden ist, während der Mann gleichzeitig verheiratet bleibt oder in anderer öffentlich anerkannter Beziehung lebt. Der Status ist asymmetrisch: gesellschaftliche Akzeptanz vor allem in höfischen oder oberbürgerlichen Kontexten, rechtliche Absicherung gering.

Drei historische Merkmale: Erstens dauerhafte Verbindung über Jahre, nicht einzelne Treffen. Zweitens finanzielle Versorgung durch Wohnung, Schmuck, Renten oder Liegenschaften. Drittens ein gewisser sozialer Status der Mätresse, der sie von einer reinen Affäre oder Prostituierten abgrenzte.

Mätresse im historischen Kontext

Mätressen waren im europäischen Hofadel zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert ein etabliertes soziales Phänomen. Bekannte Beispiele sind Madame de Pompadour (Maîtresse en titre Ludwigs XV.), Diane de Poitiers, oder im deutschen Raum die Mätressen sächsischer und preußischer Herrscher.

Im Bürgertum des 19. Jahrhunderts blieb die Mätresse ein Phänomen wohlhabender Männer, oft in eigenen Wohnungen versorgt und literarisch dokumentiert. Im 20. Jahrhundert verlor der Begriff an Verbreitung, weil sich Beziehungsformen, Geschlechterrollen und gesellschaftliche Toleranz veränderten.

Moderne Entsprechungen

Die soziale Dynamik hinter dem Mätressen-Modell existiert weiter, wird heute aber mit anderen Begriffen beschrieben. Drei moderne Begriffe decken Teilaspekte ab.

Erstens: Sugar Daddy und Sugar Baby beschreiben die finanziell gestützte Verbindung mit klar definiertem Allowance, oft jünger und ohne historisch-höfische Konnotation. Zweitens: Affäre beschreibt eine außereheliche Beziehung, meist ohne formellen Geldfluss. Drittens: Geliebte ist der weniger formelle Begriff für eine länger laufende romantische Beziehung außerhalb der Ehe, mit oder ohne finanzielle Komponente.

Mätresse vs. Sugar Baby

Die Mätresse war historisch oft an einen einzigen Mann gebunden, mit halb-öffentlichem Status und langfristiger materieller Versorgung. Ein modernes Sugar Baby agiert in einer privaten Vereinbarung, mit klarem Allowance pro Monat, ohne den höfischen oder gesellschaftlichen Statusrahmen.

Strukturell teilen beide Modelle die finanzielle Asymmetrie und die Diskretion. Was sie unterscheidet, ist die gesellschaftliche Sichtbarkeit (historisch hoch, heute privat) und die Vertragsstruktur (historisch informell, heute meist klar verhandelt).

Mätresse vs. Pay-per-Date

Pay-per-Date ist das transparente Gegenstück zur historischen Mätressen-Logik: kein dauerhafter Versorgungs-Status, sondern einzelne, klar abgerechnete Treffen. Wer keine langfristige Bindung sucht und gleichzeitig Transparenz schätzt, ist mit Pay-per-Date auf ohlala.com besser bedient als mit einer Mätressen-ähnlichen Konstruktion.

Bei uns auf Ohlala gibt es weder einen Mätressen-Status noch eine dauerhafte Versorgungs-Vereinbarung. Jedes Date ist eine eigenständige, transparent kommunizierte Vereinbarung. Mehr im Lexikon Pay-per-Date.

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Wird der Begriff Mätresse heute noch verwendet?

Selten im Alltag, häufiger in Literatur, Geschichtsschreibung und Medien. Im modernen Dating-Kontext werden andere Begriffe genutzt (Affäre, Geliebte, Sugar Baby). Der Begriff Mätresse wirkt heute leicht altmodisch oder literarisch.

Was ist der Unterschied zwischen Mätresse und Geliebte?

Geliebte ist der allgemeinere und neutralere Begriff. Mätresse impliziert zusätzlich finanzielle Versorgung und halb-öffentlichen Status, meist im historischen Adelskontext.

War das Mätressentum legal?

Historisch in den meisten europäischen Staaten geduldet bis akzeptiert, besonders an Höfen. Heute existiert kein eigener Rechtsstatus, einvernehmliche Beziehungen zwischen Erwachsenen sind in Deutschland generell legal.

Gibt es heute noch eine moderne Mätresse?

Das Modell existiert in privaten Konstellationen weiter, wird aber selten so genannt. Sugar Baby ist die häufigste moderne Bezeichnung für eine finanziell gestützte Geliebte. Mehr im Lexikon Sugar Mommy als weibliches Gegenstück.

Welche bekannten Mätressen gibt es in der deutschen Geschichte?

Bekannte Beispiele sind die Mätressen August des Starken (Aurora von Königsmarck, Anna Constantia von Cosel) oder Wilhelmine Encke (später Gräfin Lichtenau) am Hof Friedrich Wilhelms II. von Preußen.

Ist eine Mätresse das Gleiche wie eine Konkubine?

Konkubine ist der ältere, oft rechtlich-formellere Begriff für eine Frau in einer nicht-ehelichen Lebensgemeinschaft, teilweise mit eigenem Status. Mätresse ist enger gefasst auf Liebesbeziehungen verheirateter Männer höheren Standes.

Mätresse ist heute vor allem ein historischer und literarischer Begriff, der die Vorgeschichte moderner Beziehungsformen beleuchtet. Wer die heutige Variante sucht (transparente, kurzfristige oder mittelfristige Verbindungen mit finanzieller Komponente), findet diese in modernen Pay-per-Date- und Sugar-Modellen. Mehr zum Vergleich der Modelle im Beitrag Bezahltes Dating vs. Sugar Dating.

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